Jahrgangberichte / Preisliste

Weingut Karthäuserhof - Jahrgangsberichte


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Der Jahrgang 2014

Der Winter 2013/14 war seit langem der mildeste, den wir auf dem Karthäuserhof verzeichnen konnten; es gab keine Nachtfröste – die Feuchtigkeitsversorgung war gut.  

 

 

Das Frühjahr meldete sich schon Mitte März mit Temperaturen ab 18 °C an. Entsprechend früh war der Austrieb. Am 8. Mai gab es leichte Nachtfröste, die kaum Erfrierungen hervorriefen - Tageshöchsttemperaturen bis 22 °C, die ideale Wachstumsbedingungen schufen. 

 

 

Die Blüte begann früh am 8. Juni und war am 15. Juni abgeschlossen. Ergiebige Regenfälle von 93 l/m² bis Mitte Juli brachten einen immensen Wachstumsschub. Am 19. Juli verzeichneten wir die Jahreshöchsttemperatur von 38 °C und Ende Juli nochmals Niederschläge von ca. 50 l/m². 

 

 

Immer wiederkehrende tägliche Schauer bestimmten den August. Dadurch mussten Reifeverzögerungen in Kauf genommen werden, so dass selbst erfahrenste Weinbauexperten trotz eines stabilen Septembers, eine Ernte nicht vor Anfang/Mitte Oktober prognostizierten. Aber in diesem verrückten, von extrem wechselhaften Witterungsbedingungen geprägten Jahr, kam alles anders.  

 

 

Am 22. September wurde unser Weißburgunder gesund und reif eingebracht. Direkt anschließend forderten insbesondere warme Nachttemperaturen eine frühe Rieslinglese ein. Die Lese wurde schon am 21. Oktober abgeschlossen. Die Ernte wurde durch untypische Tag- und Nachtwärme und teilweise ergiebige Regenfälle (80 l/m² in 3 Tagen) geprägt. Unsere Erntehelfer mussten mit zunehmender Erntedauer extrem auslesen, um gesunde und optimal gereifte Trauben zu ernten. Eine weitere Erscheinung machte auch in der Region Mosel-Saar-Ruwer erstmals den Winzern viele Sorgen: die asiatische Kirschessigfliege. Auf dem Karthäuserhof waren wir von dieser Plage verschont. 

 

Nach einer der ungewöhnlichsten Weinernten, die ich je erlebte, können wir auf eine ordentliche Erntemenge und sehr gute Qualitäten bis hin zu hochwertigen Auslesen verweisen. Die Moste und Jungweine schmecken prächtig und sehr überzeugend.

 
Der Jahrgang 2013
Der Januar 2013 wurde von mildem Winterwetter bestimmt. Anfang Februar hatten wir schönes und trockenes Wetter, das zunehmend kälter wurde und durch langwierigen Schnee und Frosttage bis hin zu Ostern geprägt wurde.
Gute Feuchtigkeitsversorgung und sehr warmes Wetter ab Mitte April führten zu einem insgesamt späten Austrieb Anfang Mai. Entsprechend spät begann die Blüte Ende Juni/Anfang Juli. Der Vegetationsrückstand konnte durch sehr warmes und trockenes Wetter teilweise aufgeholt werden. In guten Lagen konnten Trockenheitsschäden im Laub festgestellt werden. Seit Jahren wieder versuchten wir diese durch Bewässerung zu verhindern. September und Oktober brachten dann in Schüben weiter über 200 Liter Regen auf den Quadratmeter.
Diese extremen Witterungsveränderungen taten den Früchten nicht gut, sie saugten sich voll Wasser, platzten teilweise auf. Stiellähme und Infektionen, gepaart mit orkanartigen Stürmen, taten ein Weiteres, um die quantitativen Hoffnungen zunehmend zu reduzieren.
Am 9. Oktober begann die Weinernte mit dem Weißburgunder, dessen Erträgnisse in quantitativer und qualitativer Hinsicht sehr zufriedenstellend ausfielen. Anders beim Riesling. Als später reifende Rebsorte wurde dieser durch die eben geschilderten extremen Witterungsverhältnisse arg gebeutelt. Am 14. Oktober begann die Lese, die schon am 30. Oktober endete. Gute, ordentliche Mostgewichte konnten für geringe Mengen - knapp 30 hl/ha - nur wenig entschädigen. Bedenkt man, dass wir normal 50 – 60 hl/ha anstreben. Einziger Trost, das Wenige ist gut!
Auch in anderen Lebensbereichen, außer dem Weinbau, dürften Sie, verehrter Leser, die Folgen der Klimaveränderungen 2013 erlebt haben. Die Natur erscheint trotz weiter davon rasendem Fortschritt unberechenbarer denn je.

Der Jahrgang 2012 
Der Winter war weinbaumäßig gekennzeichnet durch eine ungewöhnlich lange Frostperiode mit Temperaturen bis zu minus 14 - 15°C. Das eine oder andere Fruchtauge ist dadurch erfroren. Bodenkälte und Temperaturschwankungen führten zu leicht verspätetem Austrieb.
Die Blüte, das Startsignal für die Entwicklung der Trauben, war witterungsbedingt verzettelt, was zu relativ unterschiedlichem Fruchtansatz , teilweise von Weinstock zu Weinstock, führte. Gleichzeitig machte das unstete Wetter Kapriolen - die Folge, wie bei Rosen, falscher Mehltau. Nur die sehr gute Lage des Karthäuserhofbergs trug zur schnellen Abtrocknung der Pflanzen bei, so dass sich die quantitativen Auswirkungen in Grenzen hielten.
Am 5. Juli brauten sich im Ruwertal drei Gewitter gleichzeitig zusammen – dies führte zu Niederschlägen von bis zu 220 Liter pro Quadratmeter, ¼ des gewöhnlichen Jahresniederschlags, innerhalb von knapp 2 Stunden. Der gesamte Gutsbereich wurde überschwemmt, die Keller liefen – einmalig in der 200-jährigen Gutsgeschichte - voll, die Zufahrtstraße wurde unterspült usw.  Dank kluger Dauerbegrünung kam es jedoch zu keinen Erosionsschäden im Weinberg. Nach dieser einmaligen Kette von Negativereignissen brachte ein freundlicher Sommer und ein herrlicher Altweibersommer Normalität in die Weinberge.
Am 1. Oktober begann mit der Lese des Weißburgunders die Ernte. Neben einem schmelzigen Weißburgunder wurden rassige, filigrane und sehr elegante Rieslinge geerntet. Die für den Karthäuserhofberg typische mineralische Würze paart sich, soweit das in diesem frühen Stadium zu beurteilen ist, mit ausgeprägter Aromenvielfalt.
Somit geht nach anstrengenden Vegetationsbedingungen mit 2012 ein großer Jahrgang in die Gutsgeschichte ein. Leider liegt das quantitative Ernteergebnis mit 20 – 30 % hinter den langjährigen Mittel.
Während diese Zeilen am 12.12.12 geschrieben werden, wird bei minus 8 - 9 °C ein Eiswein eingebracht. Ein mehr als versöhnlicher Ausklang eines Jahres, das in beispielhafter Weise die Naturabhängigkeit dieses Berufs vor Augen führt.

Der Jahrgang 2011
Das Jahr 2011 startete mit recht viel Schnee und normalen Wintertemperaturen. Bis weit in den März hielt das ruhige Winterwetter an.
Anfang April konnten schon Tagestemperaturen bis 20 °C verzeichnet werden, die ab Mitte April auf 28 °C heraufschnellten. Der Austrieb begann außerordentlich früh ab der 3. April-Woche.
Dann, in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai kam es zu den gefürchteten Spätfrösten. Trotz aller Bemühungen, die zarten Blätter zu schützen, z.B. durch Wasserberieselung, mussten wir Frostschäden im Weissburgunder und einigen Rieslinglagen hinnehmen.
Der Mai verwöhnte mit sehr warmen und trockenen Tagen; ideale Voraussetzungen für die Ende Mai beginnende Blüte, die sehr zügig und homogen verlief.
Die lang anhaltende Trockenperiode wurde abgemildert durch temporäre Gewitterregen, zum Glück ohne Hagelbegleitung.
Der ebenfalls sehr warme Juni warf dann den Wachstumsturbo unserer Reben an, was zu einem Vegetationsvorsprung von 3-4 Wochen gegenüber normalen Jahrgängen führte.
Juli und August bescherten uns angenehm milde Temperaturen, begleitet von regelmäßigen Niederschlägen – die Trauben entwickelten sich prächtig.
Der September war warm und trocken. So früh wie noch nie begann die Lese des Weißburgunders am 5. September. Am 13. September gingen wir zur Rieslinglese über. Bei idealen Lesebedingungen konnte die Rieslinglese schon am 18. Oktober abgeschlossen werden. Die Lese bescherte uns
hochreife, gesunde Trauben in alle Qualitätsstufen bis hin zu hochwertigen Auslesen, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese in herausragender Qualität.
Fazit: Der Jahrgang 2011 wird mit seiner exzellenten Qualität – und zwar in allen Prädikatsstufen- als einer der besten Jahrgänge seit der Betriebsübernahme durch meine Familie, vor jetzt 200 Jahren, in die Annalen eingehen.
Wir freuen uns außerordentlich mit unseren Kunden, Geschäftsfreunden und Winzerkollegen dieses Jubiläum mit solch herausragenden KARTHÄUSERHOF-Weinen begehen zu können.

Der Jahrgang 2010
Extrem frostige Witterungsbedingungen im Januar führten teilweise, selbst beim robusten Riesling, zu Frostschäden der Fruchtaugen.
Februar und März entsprachen den jahreszeitlichen Erwartungen.
Der recht kühle April führte zu einem verhältnismäßig späten Austrieb.
Blütebeginn war Mitte Juni, der Blüteverlauf durch das unbeständige Wetter etwas ungleichmäßig. Durch Verrieselung wurden nicht alle Blütendolden befruchtet.
Bis Mitte August herrschte vorwiegend warmes und trockenes Wetter; die Vegetationsrückstände konnten fast vollständig aufgeholt werden. Die kommenden vier Wochen, bis Mitte September, waren kühl und feucht, teilweise geprägt durch ergiebige Regenfälle.
Lesebeginn für den WEISSBURGUNDER war der 5. Oktober; die RIESLING-Lese startete traditionell im Anschluss am 11. Oktober. Während der Lese herrschte ruhiges, trockenes Herbstwetter, so dass die Lese zügig am 26. Oktober abgeschlossen wurde. Ab dem danach folgenden Wochenende setzten erhebliche Niederschläge ein.
Eine während der Lese zunehmend einsetzende gesunde Botrytis, führte zu einer positiven Konzentration des Traubengutes und damit verbunden einer erheblichen Qualitätssteigerung.Extrem hohe Extraktwerte in Verbindung mit hohen Mostgewichten waren die Wiedergutmachung für die vergangenen Wetterkapriolen. Moste in allen Qualitätsstufen – bis hin zur Trockenbeerenauslese – konnten eingebracht werden.
Die willkommene Konzentration der Trauben führte leider zu einem erheblichen Verlust der Quantitäten; gerade einmal 50% unserer durchschnittlichen Erntemengen reifen in unseren Tanks. Da fiel auch die Entscheidung leicht, alle Trauben zu lesen und auf die Chance eines Eisweines 2010 zu verzichten.
Gesamtfazit: Frostschäden, Blütebeeinträchtigungen und positive Botrytis Konzentration bringen geringe Erträge. Die ersten Jungweinverkostungen erfreuen durch außergewöhnliche aromatische und exotische Fruchtnoten eines außergewöhnlichen Jahrgangs 2010.

Der Jahrgang 2009
Das Kalenderjahr 2009 begann mit Eisregen an Sylvester und nachfolgend lang andauernden Frostperioden mit Temperaturen oftmals unter 10 Grad C; ungewöhnlich für unsere Region.
Februar und März bescherten reichliche Niederschläge, die den Boden gut mit Feuchtigkeit versorgten.
Der Austrieb, Anfang bis Mitte Mai, bei Temperaturen von bis zu 25 °C wurde begleitet von ergiebigen Regenfällen. In der Nacht zum 07. Mai erlebten wir ein starkes Gewitter mit Hagelschlag, der jedoch noch keinen nennenswerten Schaden anrichtete.
Blütebeginn war Anfang Juni, relativ früh. Durch die ergiebigen Niederschläge entwickelten sie die Blütenstände etwas unregelmäßig.
Schwül warme Witterung brachte uns der Juli, das Wetter wurde im August zunehmend trockener und heißer bis zu 32 °C. Durch die gute Versorgung mit Feuchtigkeit und den warmen Temperaturen ergaben sich ideale Vegetationsbedingungen. Der Herbst zeigte sich erstmals Anfang September mit kühlem Gesicht, dann wurde es spätsommerlich warm. Schon am ersten und zweiten Oktober konnten wir unseren Weissburgunder mit sehr guten Mostgewichten in den Keller bringen. Absolut gesundes Lesegut mit sehr aromatischen Trauben sind Garant für einen typischen kräftigen Weissburgunder.
Am 12. Oktober startete unsere Riesling-Lese.  Bis zum Lese-Ende am 30. Oktober konnte unser Kellermeister mit seinem Team  bei sonnigen und trockenen Witterungsbedingungen herrlich gesunde Trauben nach Hause bringen. Ein Frost im Ruwertal Mitte Oktober entlaubte sehr gründlich, die bis dahin voll im Grün stehenden Weinstöcke. Da die Trauben vegetativ reif waren, fügte der Frost den Früchten keinen Schaden zu.
Einen kleinen Teil der besten Trauben haben wir bei wunderbarem Wetter am Stock „eingetütet“; sie warten jetzt auf genügend Frost, ca. 6 – 7° Grad minus, so dass wir Ihnen auch einen Eiswein 2009 anbieten dürften. Am 19. Dezember konnten diese Trauben bei minus 12-13°C geerntet werden. Der Frost konzentrierte die Trauben auf ein Mostgewicht über 200 ° Oechsle. Damit wurde der letztjährige Eiswein eindeutig getopt. Der nunmehr beste Eiswein der Gutsgeschichte.
Gesamtfazit: Die Weinmoste überzeugen in allen Qualitätsstufen durch Raffinesse, Kraft, Klarheit und sehr angenehme Säuren. Es erwarten Sie in allen Geschmacksrichtungen hervorragende Weine. Mit ca. 55 hl/ha wurde die angestrebte Menge erreicht.

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Wein ist ein alkoholhaltiges Getränk, deshalb unterliegt er -wie auch die Werbung für alkoholhaltige Produkte- den gesetzlichen Vorgaben des Jugendschutzes, die natürlich auch wir respektieren und ernst nehmen.